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Das Heimfried-Konzept: Wertenivellierung

In einem Haus, dessen Wohnungen auf der Grundlage des Heimfried-Konzepts gepoolt verwaltet werden, ist jeder Quadratmeter Wohnfläche gleich viel Wert. Gleichgültig, ob es eine Beletage- oder eine Erdgeschoss-Wohnung ist, belanglos, ob in der einen Wohnung die Wasserhähne vergoldet sind, während in der anderen das Badezimmer sanierungsbedürftig ist. Ausschlaggebend ist einzig die Anzahl der Quadratmeter.

Die Mieten sind der Qualität der Wohnung angepasst. Die 1000 Euro Miete, die eine elegante Vorderhaus-Wohnung einbringt, fließen genauso in den Einnahmepool, wie die 250 Euro Miete für eine zwar gleich große, aber eher schlichte Parterrewohnung. Trotz unterschiedlicher Miethöhe erhalten beide Eigentümer den gleichen Betrag als Überschuss im Monat, weil ihre Wohnungen gleich groß sind.

Die Größe des Mieteigentumsanteils bestimmt die Höhe der Überschusszahlung, und nicht Lage, Zustand oder Ausstattung der Wohnung. Ein möglicher Einwand: der Eigentümer einer sanierten Wohnung hätte ohne Mietenpool und Wertenivellierung vielleicht höhere Einnahmen. Eine solche Kalkulation täuscht jedoch, weil sie nur die Einnahmen berücksichtigt, nicht aber die Ausgaben für allfällige Sanierungen und Reparaturen.

In unserem Modell werden nicht nur die Einnahmen, sondern auch die Ausgaben auf Grund der Größe des Mieteigentumsanteils verteilt. Die Kosten werden in einem gemeinsamen Ausgabenpool verwaltet.